Hallo ihr Lieben,
dieses Jahr scheint ein Jahr der Dankbarkeit und der aufregenden neuen Möglichkeiten für uns zu sein. Wir freuen uns, euch mehr mit hineinzunehmen in das, was bei uns gerade so los ist.
„Die Augen des HERRN durchlaufen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.“
(2. Chronik 16:9)
Die Augen des Herrn… was für ein wundervolles Versprechen für uns und Euch! Daran schließt sich gleich mein Gebet an: Unser Vater im Himmel, unser Herz und Leben sollen dir ungeteilt gehören, vergib, wo uns das nicht gelungen ist. Wir wollen dich zuerst lieben. Erweise dich mächtig an uns und durch uns, damit sich mehr und mehr Menschen auf der ganzen Erde ungeteilt dir zuwenden!

Damaris schreibt:
Was ist bei den Kliemts los?
Wir hatten eine sehr schöne Zeit mit Christina, die ihr Sabattical, und Luciane, die ihre Auslandzeit nach dem Abi bei uns verbracht haben. Sie haben uns tatkräftig und fleißig unterstützt in der Schule, und auch häufig die Kinder nachmittags betreut. Am Ende ihrer Zeit hier schauten sie dankbar zurück und sagten, dass sie ihre Zeit hier genossen haben und ihren kulturellen Blickwinkel erweitern und mehr mit Gott erleben konnten.
Mittlerweile ist Clara bei uns angekommen und möchte bis zum Schuljahresende bei uns bleiben.
Hut ab vor euch jungen Menschen, die ihr euch auf ein solches Abenteuer einlasst und uns und damit auch den Menschen hier einen sehr großen Dienst tut!
Hochzeit von unseren Freunden und Hausangestellten Josephat und Lilian
Wir durften Josephat und Lilian, die beide bei uns in Haus und Hof arbeiten, geistlich vor ihrer Hochzeit begleiten. Sie durften die befreiende Macht Jesu in ihrem Leben erfahren. Finstere Mächte hatten über Jahre Ansprüche an Josephat geltend gemacht, ihn zu ganz bestimmten Zeiten in der Nacht über Jahre mit schlimmen Schmerzen geplagt, aber sie haben ihr Leben bewusst unter die Herrschaft Gottes gestellt, ihre Sünden bekannt, ihren Lebensstil konsequent geändert und Jesus hat Josephat durch Gebet ganz befreit. Seitdem sind die Schmerzen auch nicht wieder zurückgekommen. Die beiden kommen nun auch in die Gemeinde, in der wir sind, und haben dort Anschluss gefunden.
"Mal wieder richtig Action!"
Wenn man hier lebt, dann kommen die Abenteuer manchmal spontan und völlig unerwartet um die Ecke. Vor ungefähr drei Monaten hatte sich eine Schlange in unser Haus verirrt. In der Schulzeit hatte unsere Haushaltshilfe Lilian am Morgen zu lange die Wohnzimmertür aufgelassen.

Aber auch in dieser Situation hatte der Herr seine Augen auf uns und Lilian hörte viermal nacheinander eine innere Stimme, dass sie ins Haus gehen sollte. Die ersten beiden Male widerstrebte sie, denn sie wollte bei den Pommes bleiben, die sie in der Außenküche am Gasherd vorbereitete. Aber weil sie die Stimme des Heiligen Geistes schon kennt und diese nicht nachließ, ging sie ins Haus und sah, wie sich das Tier gerade in die Küche schlängelte. Sofort lief sie nach draußen und rief unseren Gärtner Josephat, ihren Mann. Mittlerweile war die Schlange bereits beim Kinderzimmer angekommen, in dem Elia gerade seine Pause verbrachte. Er hörte das Zischen, sah das Tier und holte schnell sein Messer aus dem Regal, aber da war Josephat auch schon da, nahm die Schlange geschickt mit einem Besen und dem Messer auf und brachte sie nach draußen, wo Elia sie dann mit Hilfe von Josephat endgültig erledigte. Elia meinte nur: „Mal wieder richtig Action!“
Schön und schlammig
Im April hatten wir einen Ausflug gemacht zu einem mächtigen Wasserfall , der sich vor einer lang gestreckten Höhle ergießt. (In dieser Höhle hatten sich deutsche Soldaten im ersten Weltkrieg verschanzt.) Es war schon später Nachmittag und die Sonne stand tief. Auf dem Rückweg mit dem Toyota rutschten wir an einer sehr schlammigen Stelle von der Straße ins abfallende Buschwerk. Ich stieß ein Stoßgebet aus. Wir baten zwei Motorradfahrer um Hilfe, drei weitere Männer kamen dazu. Mit der Notfallschippe, einem Seil im richtigen Winkel an einem Baum auf der anderen Straßenseite festgemacht und vereinten Kräften konnten wir das Auto wieder in die Spurrinne zurückbringen. Nach einer halben Stunde konnten wir mit völlig verschlammten Schuhen zurück nach Mbeya fahren. Danke Jesus, dass du Menschen mit Herz im richtigen Augenblick sendest!
Viel Freude an kreativer Medienarbeit
Von Anfang März bis Mitte Mai nahmen Daniel, sein Mitarbeiter Mwasandube, unser Freund Emmanuel und ich an zwei Online-Kursen teil. Es war ein Audioproduktionskurs und das Frontiers Filmmaking Seminar. Für den Audiokurs haben wir mit Christen aus dem Volk der Nyiha Radiohörspiele produziert. Es war ein besonders Geschenk für mich, nach so vielen Jahren mit der Heimschule und Routinearbeiten etwas so wunderbar Kreatives arbeiten zu können. Wir lernten viele technische und inhaltliche Details, um Filme für unerreichte Volksgruppen zu drehen, in denen das Evangelium kulturnah und relevant vermittelt wird. Dabei ging es um Filmproduktion, das Schreiben von Filmskripten, Casting, Kameraeinstellungen, Filmschnitt, Marketing und vieles mehr.
Daniel schreibt:
In der zweiten und dritten Juniwoche ging es für uns als Familie auf Fahrt ganz in den Südwesten Sambias. Wir waren eingeladen worden, an einer geistlichen Freizeit für etwa 150 Langzeitmissionare teilzunehmen. Die komplette Freizeit wurde voll und ganz von einer sehr großzügigen christlichen Organisation aus den USA finanziert. Wir haben traumhaftes Essen in einem 5-Sterne-Hotel genossen, Wellnessangebote umsonst, Geschenke, Lobpreis, gute Gespräche und Gebet, für Kinder und Teens ein tolles Programm, einfach ein rundherum Verwöhnpaket. Wir hatten noch ein paar Tage Urlaub drangehängt und waren bei den Victoriafällen und einer Missionsstation in Livingstone. Nach bewegenden Erlebnisberichten, die wir von Missionaren gehört haben, und berührt von der Liebe Gottes sind wir nach etwa 3400 km mit dem Auto wieder heil nach Mbeya zurückgekehrt.
Von 300 auf weniger als 30
Seit unserer letzten Kliemtpost durfte ich im Januar bei einem Strategietreffen für die zukünftige Arbeit von SIL Tanzania in Dar es Salaam teilnehmen. Eine Nachricht hat mich seitdem sehr bewegt. Wurden noch vor 10 Jahren ca. 300 Missionare pro Jahr mit unserer Organisation SIL in die Arbeit der Bibelübersetzung ausgesandt, so sind es heute weniger als 30 pro Jahr. Spendengelder aus den westlichen Ländern gehen zurück und einige Arbeiten, die dringend an der Reihe wären, können nicht getan werden. Die Gemeinden hier vor Ort sind teilweise noch sehr jung, und es wird noch eine Zeit dauern, bis mehr Christen hier die Vision aus Matthäus 28,18-20 auch als einen Auftrag für Tansanier an Tansaniern verstehen. Ich glaube nicht, dass die Ernte schon eingefahren ist. In manchen Völkern hier gibt es weniger als 1 Promille Christen.
Ich frage mich, gibt es heute im Vergleich zu vor 10 Jahren weniger Christen, die darum bitten, dass Erntearbeiter ausgesandt werden, fragen weniger Christen in der westlichen Welt ernstlich nach dem Willen Gottes, und äußern Bereitschaft, die Wege zu gehen, die Gott für sie vorgesehen hat?
„Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber sind
wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte,
dass er Arbeiter aussende in seine Ernte.“
(Jesus Christus, Lukas 10,2)
Unser Traum: 100 Leiter bei den Ndali
Im Volk der Ndali haben wir in den letzten zwei Monaten in Etappen einen Film gedreht über geheucheltes Christsein und Alkoholmissbrauch. Das Ziel ist, den Kirchen und Gemeinden im Umgang mit der großen Alkoholproblematik in ihrem Volk zu helfen, Wege zu finden, dass Menschen innerhalb und außerhalb der Gemeinden die befreiende Botschaft des Evangeliums in der Tiefe verstehen und sich nicht von Süchten gefangen nehmen lassen. Mit unserem EthnoArts Team haben wir Ende April und Ende Mai vierundzwanzig von den Ndali neu komponierte Lieder aufgenommen, die spezielle Bibelverse wiedergeben, um in den Suchthilfegruppen gesungen zu werden. Die Komponisten haben die gemeinsam neu gelernten Lieder in der eigenen Sprache bereits
in ihren Gemeinden vorgestellt und die Reaktion ist überwältigend.
Jetzt im Juli geht es intensiv weiter mit den Vorbereitungen für das Suchthilfeprogramm bei den Ndali. Der Kleingruppen-Leitfaden ist mittlerweile aus dem Englischen in Swahili und Ndali-Sprache übersetzt worden. Bis Mitte Juli wollen wir die Inhalte und Fragen aller 50 Gesprächsabende als Audioversion aufnehmen. Die Teilnehmer sollen, wenn es dann im Herbst mit den Gruppen losgeht, die Fragen hören können und dabei gleichzeitig auch ihre Sprache lesen lernen. In der zweiten Julihälfte reise ich zusammen mit Mwasandube und einem Team der Ndali in ihr Sprachgebiet in Tansania und Malawi, um Pastoren und Leiter zu schulen und für das Suchthilfeprogramm zu gewinnen. Ein Thema wird auch die Kraft der Musik in lokalen Stilen sein, und wir werden die Pastoren bitten, in ihren Gemeinden geeignete Menschen zu suchen, die sich für die Leitung dieser Gruppen ausbilden lassen möchten. Wir haben das Budget, in sieben Regionen insgesamt über zweihundert Pastoren und später dann einhundert Gruppenleiter zu schulen. Betet bitte darum, dass Gott die richtigen Menschen vorbereitet, um seine Gemeinde im Gebiet der Ndali und damit auch das ganze Volk zu segnen.
Die Arbeit bei den Sangu auf mehrere Schultern verteilen
...das ist unser Ziel für die nächsten Jahre im Volk der Sangu. Wir hatten Mitte Mai zehn engagierte Kleingruppenleiter nach Mbeya gerufen. Wir haben sie geschult und wieder gesendet, um wiederum andere Leiter zu ermutigen und Gruppen in ihrem Sprachgebiet zu besuchen, die in den letzten Jahren während des sog. Josef-Projekts entstanden sind. Das Josef-Projekt beinhaltete die große Josef-Theatertour im Gebiet der Sangu, aber auch die Gründung von knapp 50 Kleingruppen. Bis heute durchgehalten haben ungefähr 30 Gruppen, in denen sowohl die Josef-Geschichte als auch andere Bibeltexte inhaltlich vertieft werden. Unser Ziel ist, mit diesen zehn jungen Menschen tiefe und vertrauensvolle Beziehungen zu bauen, sie in der Nachfolge Jesu zu fördern und ihnen inhaltliches Handwerkszeug mitzugeben, mit dem sie die Sangu-Kleingruppen versorgen können. Betet bitte für diese zehn Menschen, dass Gott sie leitet, im Glauben stärkt, und mächtig durch sie wirkt. Wir haben für die weitere Arbeit mit den Sangu keine Finanzen mehr, würden aber gerne weiter in dieses Volk mit vielen sehr jungen Gemeinden und jungen Christen investieren. Wenn jemand speziell für die Sangu spenden möchte, bitte bei der Spende “für Sangu” mit angeben.
Besuch aus Deutschland
Sehr geehrt haben wir uns gefühlt, als uns Dorothee und Martin Zywietz aus der Evangel.-Freikirchl. Gemeinde in Ludwigsburg in der letzten Juni-Woche besucht haben. Sie haben die Arbeit von SIL näher kennengelernt, und konnten neben ein paar Touristenattraktionen sogar mal mit aufs Dorf fahren, wo wir noch zwei uns bisher unbekannte Kunstformen der Sangu per Video für vertiefte Kenntnis der Kultur aufgenommen haben.

Smartphone-Film-Wettbewerb
In der ersten Woche im Juni habe ich mit Emmanuel zusammen ein Video-Seminar in Mbeya durchgeführt, bei dem jeweils drei Teilnehmer aus vier Völkern gelernt haben, mit ihren Smartphones und einfacher Software, Filme selbst zu produzieren. Es sollen in ihren Sprachgebieten kulturell relevante Inhalte mit biblischem Bezug vermittelt werden und so Menschen mit der Bibel in ihrer Sprache in Berührung kommen. Ich habe die Teilnehmer zu einem Wettbewerb motiviert: wer den besten Film mit Bezug zur Bibel in lokaler Sprache bis Ende August produziert, bekommt ein Mikrofonset als Belohnung. Betet bitte, dass die vier Teams etwas produzieren, was Gott Freude macht, den Menschen in ihren Herausforderungen hilft, und sie Jesus kennenlernen.

1000 Dank!
Wir danken euch von Herzen, dass ihr weiter so treu hinter uns steht, spendet und für uns und die Projekte betet. 1000 Dank! Möge Jesus euch reich dafür segnen!
Alles Liebe, Daniel, Damaris, Samuel, Rebekka und Elia
Gebetsanliegen, aktuelle Infos und Videos über WhatsApp oder Signal
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